Cannondale Flash 29 Upgrade

Seit einem Jahr bin ich mit dem Cannondale Flash 29er unterwegs und möchte es seitdem auch nicht mehr missen. Selbst auf den ruppigen Trails in den Alpen bei den BIKE Four Peaks war mir das amerikanische Hardtail ein treuer Begleiter.

Das einzige Manko in der Carbon 1 Ausstattung, die ich nicht nach dem Kauf behoben hatte, waren die Sram x0 Bremsen. Die Bremsen sind eine Art Lotterie, regelmäßig (unter 500km Laufleistung) entlüftet und mit frischen Belägen ist die Performance absolut in Ordnung, häufig verliert sich aber der Druckpunkt viel zu schnell.

Weil an meinem MAO-TAINBIKE die Formula R1 Racing auch nicht tadellos funktionierte und erst einen Service benötigt hat, entschied ich mich beim Cannondale für etwas solides. Leichtbau ist schön und gut aber halten muss das Material eben auch. Und wenn es eine hydraulische Disc Bremse gibt, die seit Jahren gut läuft, dann ist es die Shimano Deore Bremse. Mit der XT (B-780) Variante hatte ich damals meine ersten Marathons gefahren, später kam die XTR Bremse 970. Keine Bremsdefekte, kein Bremskraftverlust, kein lästiges Dot sondern haltbares Mineralöl.

Es sollte also die neue Shimano XTR M-980 werden. Optisch ein Hingucker und die Leistung top zudem auch nicht viel schwerer als die leichtesten Bremsen. Und im Ausverkauf vor der Eurobike auch gerade erschwinglich ;-)

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Zudem wechselte ich im Antrieb noch einmal die Kurbel. Nach der Sram 39/26 folgte die Sram 38/24, beide Kurbel taten ihre Dienste gut. Im Hinblick auf einen Stages-Powermeter fahre ich aber mit der neuen Shimano XTR Kurbel (38/24) in Richtung Watt-Messung.

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Trek Domane 5.2 im Test

Winterzeit war im Winter 2013/2014 Rennradzeit. Während der Winter 2012/13 ja durch langanhaltende Kälte auffiel, so dass man selbst am Niederrhein das Osterfeuer im dichten Schneetreiben abfackeln musste, war der letzte Winter schön mild. So mag ich das. Mein Deal mit dem Klima ist: “Ich hab hier keine Berge, also bleib mir gefälligst auch mit dem blödem Schnee weg”. Also konnte man sich ja mal zeitnah mit einem neuem Rennrad beschäftigen.

2007 habe ich mir zum ersten Mal ein gebrauchtes Rennrad gekauft, als Ergänzung zum MTB fahren. Es war ein Checker Pig Alurahmen mit Carbon Gabel. Doch so richtig wollte der Funke nicht überspringen. Es gab kaum Kollegen die sich zu diversen Mountainbikes noch ein Rennrad halten wollten und so richtig Spass machte mir das Rennrad fahren auch nicht. Ich blieb also dem Mountainbike bis 2011 treu. Dann kaufte ich mir ein Scott CR 1 Team. Das Checket Pig wurde verkauft und das Scott bereitete mir schon viel mehr Freude.

Die zwei Hauptkritikpunkte am RR fahren waren der quasi nicht vorhandene Fahrkomfort (den gibt`s zumindest nicht wenn man vom MTB kommt) und die Tatsache, dass man sich die Strasse mit den Autofahrern teilen muss. Ich bin zwar auch früher schon vier Jahre lang mit dem MTB zur Arbeit gefahren, davon aber nur immer 1km mit nennenswertem Kontakt zu Autofahrern. Das war auch noch total erträglich. Mit zunehmendem Rennrad Anteil in meiner Radfahrerei kam die Erkenntnis, das ein signifikanter Anteil der Autofahrer entweder komplett blöde oder komplett rücksichtslos ist. Oft hab ich das Gefühl nur deswegen nicht über den Haufen gefahren zu werden, weil das Kratzer in den Metalliclack machen könnte. Und das alles am wenig besiedelten niederrheinischem Outback.
Mit dem Rennrad durch Städte zu fahren, habe ich mir nach ein paar Versuchen komplett abgewöhnt.

All das führte dazu, dass ich möglichst oft auf möglichst wenig befahrenen Straßen unterwegs war. In meiner Gegend besteht daran erfreulicherweise kein Mangel. Es mangelt gelegentlich eher an der Qualität des Fahrbahnbelages. Das CR 1 ist zwar schon vergleichsweise komfortabel, aber mehr wäre ja auch schöner.

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TREK Domane 5.2
Geht es um ein neues Bike, gucke ich eigentlich immer als erstes bei Trek vorbei. Das Domane ist ursprünglich das Rad für die Frühjahrsklassiker wie Flandern oder Paris-Roubaix. Hauptsächlich verkauft wird es aber wohl eher nicht an Leute die möglichst schnell übers Pavé heizen wollen, sondern an Komfort orientierte Pfeifen wie mich. Da “Komfort orientierte Pfeifen wie Du und ich-Bike” kein griffiger Marketing-Name ist nennt man die Kategorie “Endurance“.

Die Besonderheiten de TREK Domane

  • Ride Tuned Sitzdom. Der Dom wird von oben auf das verlängerte Sitzrohr geklemmt (quasi invers zu einer herkömmlichen Stütze) und soll so mehr flexen als einen normale Stütze. Den Dom gibt`s in zwei Längen, zwei Kröpfungen und zwei Einsätzen. Einmal für normale Sattelgestänge und einmal für oversized wie z.B. Tune.
  • Iso Speed System. Beim Iso Speed System wird im Rahmen Sitz- und Oberrohr entkoppelt, so dass sich beide unabhängig voneinander bewegen können.
  • Iso Speed Gabel. Die Gabel hat einen stärkeren Vorlauf, welcher mehr Flex zulässt. Um den Vorlauf für die Geometrie wieder auszugleichen wird das Ausfallende nach hinten verlegt.
  • Iso Zone Lenker. Hier macht Trek das, was ich schon immer am Rennradlenker gemacht habe: Trek legt am Unter-, Mittel- und Obergriff Gelpolster auf, um mehr Komfort zu erreichen. Ich habe dafür keine Gelpolster verwendet, sondern einen Schaumstoff aus der Orthopädie. Der Effekt ist aber der Gleiche. Praktisch am Bontragerlenker ist, das er schon spezielle Vertiefungen zur Aufnahme der Gelpads hat. Obendrauf kommt noch Gellenkerband.
  • 25mm Reifen. Dazu gibt es noch 25mm Reifen für Fahrkomfort und Grip. 28mm Reifen passen leider nicht rein. Zumindest nicht der von mir getesteten Schwalbe One in 28mm. Der obere Durchlauf am Sitzrohr hätte dafür 2-3 mm höher sein müssen.
  • Das lässt sich alles sehr schön auf der Trek Homepage ansehen, die sich sehr positiv von den Websites mancher Mitbewerber abhebt, die mitunter echt nicht schön anzusehen sind.

    Ob welcher Rahmen unter welchen Bedingungen besonders komfortabel ist, vermag ich aus technischer Sicht nicht umfänglich zu beurteilen. Wer es gerne technischer hat, mag sein Augenmerk auf diesen Bericht richten.

    Experimente zum Fahrkomfort
    Ich habe die breiteren Bontrager Race Felgen mit den 25mm Reifen mal auf das Scott CR 1 montiert. Auf unebenen Strecken ist das Domane gefühlt aber viel komfortabler, selbst wenn die schmaleren Felgen mit 23mm Reifen vom Scott drin stecken. Das ist zwar nur ne grobe Verifizierung für die Landbevölkerung, aber zeigt zumindest in welche Richtung es geht. Ansonsten finde ich die Sitzposition und das Fahrverhalten sehr angenehm. Auch bergab flattert nichts.

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    Dass das Domane komplett schwarz ist, finden manche einfallslos. Ich finde Räder die komplett schwarz oder weiß sind immer super. Getauscht habe ich am Domane nur die Sattelstütze gegen eine ohne Versatz und den Sattel gegen den Speedneedle Marathon. Weil der Bontrager Reifen einen Riss bekommen hat, kam ein Schwalbe One in 25mm drauf. So bald die One in 25mm als tubeless verfügbar sind, werden ich zu denen wechseln. Der Bontrager LRS ist erfreulicherweise tubeless kompatibel.

    Sehr schön gelöst ist auch die Integration des Geschwindigkeits- und Trittfrequenzmessers in die Kettenstrebe die bei Trek Duotrap heisst. Man hat nicht mehr den häßlichen Garminklotz dran und es sieht schön clean und gefällig aus.

    Gemessen an den Features und der Ultegra Ausstattung finde ich den Listenpreis von 2999 € absolut ok.

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    Fußball meets Fahrrad

    Passend zum Start der Fußball Bundesliga möchte ich euch eine Sportart vorstellen, die eure Fußball mit der Radsport Liebe vereint: Cycle Ball (Radball). Auf dem Fahrrad (sitzend) Fußball spielen klingt verrückt? Ist es nicht, es schaut viel mehr nach sehr viel Spaß aus.

    Cycle Ball spielt man entweder – wie gesehen – zwei gegen zwei oder fünf gegen fünf auf der Größe eines Handballfelds. Draußen spielt man auf einem halben Fußballfeld sogar sechs gegen sechs. Der Ball erreicht dabei Geschwindigkeiten von 70-90kmh.

    Also: Wer weiß, wo man Radball in NRW spielen kann und hat Lust das im Winter auszuprobieren? Und allen anderen Wünsche ich ein schönes Wochenende mit zahlreichen Sport Highlights, wie dem Start der Vuelta a Espana 2014, dem MTB XCO World Cup in Meribel und der Fußball Bundesliga.

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    Keine Hochzeit ohne Radsport

    Vergiss Romeo und Julia, wann gibt’s Abendbrot? Willst du wirklich tauschen am Ende waren sie tot. Ich werd’ immer für dich da sein, bist du dabei? In dem Gefühl wir wären zwei. - Kettcar

    Hallo hallo! Am Wochenende gab es was zu feiern. Meine Frau und ich haben uns das Ja-Wort gegeben. Natürlich darf bei so einem bedeutendem und von Liebe erfülltem Ereignis das Fahrrad nicht fehlen. Keine Hochzeit ohne Radsport. Also habe ich meine Zukünftige überrascht und mit einer Rikscha zum Standesamt gefahren, begleitet von unseren Trauzeugen Stefan (auf Betzy) und Tina (auf Jupp). Nach der Trauung (und dem Regenschauer) und einem tollen Empfang mit Blumen und Seifenblasen fuhr uns dann Stefan mit der Rikscha in die Feier-Location. Erst leerten wir das vegane Buffet, ehe es dann vor dem Tanzen noch zum Hochzeitszeitfahren kam und der Erfahrung, dass 200m ganz schön lang werden können :-)

    Vielen Dank an SORE Bikes Köln die uns mit der Betzy ein sehenswertes Singlespeed zur Verfügung gestellt haben, dass Trauzeuge Stefan zum Standesamt fahren konnte und im späteren Verlauf beim gut prämierten Hochzeitszeitfahren über 200m für viel Furore sorgte. Genauso viel Dank gehört Herrn Leder vom Requisitenverleih in Köln, der uns die Rikscha für unsere Hochzeit zur Verfügung stellte.

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    38. Tenholter Volksradfahren

    Am ersten August Wochenende findet alljährlich die traditionelle Kirmes in Erkelenz Tenholt statt. Neben der Beachparty mit Livemusik im Festzelt am Samstagabend gehört das Volksradfahren, die sportliche Betätigung am Sonntag morgen, zum Kirmes Highlight. Gemütliches Familienradfahren rund um Erkelenz war angesagt und zum Schluss gab es wie immer Medaillen für die zahlreichen Finisher.

    10549599_264787963717498_1729247067_nNicht zum 38. aber immerhin zum vierten Mal staubte ich mir eine der begehrten Medaillen ab. ;-)

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    Road id – ein bisschen Sicherheit

    Wer von euch hat ständig seinen Ausweis oder eine Gesundheitskarte oder ähnliches bei sich? Wie oft reicht der Telefonakku gerade so noch bis nach Hause?

    Und was passiert, wenn wir verunfallen und uns weder ausweisen können noch im Handy nach naherstehende Personen gesucht werden kann?

    Bis Familie erreicht werden kann, kann unter Umständen viel Zeit vergehen. Und hier setzt Road id ein. Ein ganz einfaches Prinzip. Auf einen Armband ist ein Metallplätchen verarbeitet auf dem Name, Geburtsjahr und Kontaktnummern nahestehender Personen gestanzt werden können.

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    Niemand möchte verunfallen aber noch weniger möchte man, dass niemand aus dem persönlichen Umfeld benachrichtigt werden kann.

    Ich finde das Armband eine prima Idee. Mit der pinken Signalfarbe hoffe ich, dass in einen Ernstfall das Armband noch eher Beachtung findet.

    Bestellen kann man das Armband direkt über Road id für knapp 20€.

    Ich hatte das Armband am 29.07 abends bestellt. Bereits am 31.07 wurde es versendet, am 02.08 hat es die USA per Schiff verlassen und kam heute per DHL ins Haus geflattert.

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    Trainingsrückblick Juli

    Weiter gehts mit der Rückschau. Die Erkältung nach den BIKE Four Peaks klang dann doch recht gut ab und es folgte Anfang Juli eine Trainingswoche Vollgas für den Wiesbaden Bike Marathon. Jedoch war die Luft schon etwas draußen, weil durch den Hvar Urlaub und in Rücksprache mit Trainerin Stefanie Mollnhauer schnell klar wurde, dass eine Teilnahme am Saarschleifen Marathon nicht möglich sein wird, so unmittelbar nach dem Urlaub und 18 Stunden Rückfahrt.

    Nichtsdestotrotz konnte ich mich auf den Wiesbaden Marathon gut vorbereiten, neue Strecke und Location bedeutet ja zumeist auch eine verbesserte Motivation. Gelohnt hat es sich, der Wiesbaden Bike Marathon fluppte gut. Danach stellte ich alle Räder in die Ecke und gönnte mir sieben trainigsfreie Tage – soviele wie seit Oktober 2013 nicht mehr.

    Auf Hvar viel mir deswegen die erste Woche auch extrem schwer. Es war heiß und das intensive Training war anstrengend. Aber mit jeder Einheit um drei Stunden kam mein Ehrgeiz zurück und am Ende hatte ich richtig Spaß an den Anstiegen auf der Insel und konnte an allen Anstiegen meine Zeiten zum letzten Jahr verbessern.

    Zu Hause angekommen konnte ich das Niveau weiter halten und bin sehr gut in den August gestartet. Grundlage und Kraftausdauer steht derzeit noch im Fokus, ehe dann im September der Feinschliff für die Trans Zollernalb kommt.

    Im Juli reichte es – trotz sieben Tage ohne Training – für 20 Einheiten mit 39 Stunden Training, dabei fuhr ich 777km auf dem Rad. Alleine auf Hvar kam ich dabei auf knapp 10.000 Höhenmeter.

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    Trainingsrückblick – aufgewärmter Kaffee

    Guten Morgen. Der Sommer neigt sich dem Ende und während man schon frustriert in die Wetter-Zukunft schaut, kann man doch mit einem leckeren warmen Kaffee eine kleine Rückschau verfassen über die letzten Trainingsmonate. Gar nicht so einfach jeden Monat daran zu denken, bei all der Hektik und des Trubels im Alltag. Fangen wir an.

    April 2014
    Im April stand das Rennrad im Fokus. Flandern Rundfahrt, Rund um Köln, Lüttich -Bastogne – Lüttich waren die Highlights. Bei milden Temperaturen gab es im Training häufig den Wind als widerspenstigen Begleiter. Einheiten über drei Stunden mit Kraftausdauerintervallen standen im Vordergrund. Insgesamt gab es 50 Stunden Training, 1145km und 65 persönliche Rekorde auf Straka. Allerdings über 40 alleine auf der Ronde van Vlaanderen.

    Mit 190 Trainingsstunden im ersten Quartal und rund 3500km habe ich eine ganz ordentliche Vorbereitungsphase abgeschlossen, auch wenn ich bspw. nicht am Kellerwald Marathon teilgenommen habe und auch die Wintercup Serie in der Pfalz ausgelassen habe. Wenn ich diese Vorbereitungsphase 2015 wiederhole und gleichzeitig noch etwas fokussierter bin, dann sollte der Aufbau für ein zufriedenstellendes Ergebnis bei der BIKE Trans Alp stimmen.

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    Mai 2014
    Die unmittelbare Vorbereitung für die BIKE Four Peaks begann im Mai. Viele Fahrtspiele auf dem Mountainbike sowie die ersten MTB Marathons lagen vor mir. Während ich beim Ruhrbike Marathon noch nicht so richtig Fuß fassen konnte, zeigte das Formbarometer beim Schinder(hannes) MTB Marathon nach oben. Zwar reichte es nicht für die gewünschte Platzierung aber am Ende war ich doch 25min schneller als 2013 und das ist doch auf der Mittelstrecke ein beachtlicher Fortschritt. Neben den Marathons war natürlich das Wochenende vor den Alpen ein weiteres Trainingshighlght, der letzte Trainingsblock gemeinsam mit meinem Trans Alp Partner Tim (ethackt) in Spe.

    52 Trainingsstunden und 992km. Was ärgere ich mich beim Schreiben dieser Statistik über die acht fehlenden Kilometer. Mehr Fokus 2015!

    Juni 2014
    BIKE Four Peaks und sonst nichts. Danach war noch der MTB Marathon am Rursee geplant, den ich aber morgens aufgrund der Wassermassen von oben gecancelt habe und stattdessen die Sturmschäden in Köln mit dem Rad unfreiwillig besichtigt habe. Insgesamt lief es nach den BIKE Four Peaks alles andere als rund, eine Erkältung zog sich durch den Monat mit mehreren trainingsfreien Tagen am Ende. Am Ende gab es 48 Trainingsstunden und 800km, dafür umso mehr Höhenmeter.

    Über 5000km und 300 Trainingsstunden zur Jahreshälfte lassen sich aber insgesamt dann doch sehen. Meine bisher beste erste Jahreshälfte, was die nackten Zahlen angeht.

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    Die zweite Saisonhälfte naht

    Nach den BIKE Four Peaks und dem zweiten Wertungslauf der MTB-Challenge beim Wiesbaden Bike Marathon ging die erste Saison Hälfte Urlaubsbedingt schnell zu Ende.

    IMG_5405Etwas zu schnell möchte ich behaupten, denn durch das Verpassen des Erbeskopf Marathon und dem Saarschleifen Marathon werde ich 2014 eine Wertung in der MTB-Challenge verpassen. Zu viele Streichergebnisse. Insofern war der Urlaub auf Hvar (ich werde noch berichten) nach einer bike freien Woche gleichzeitig Auftakt für die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte.

    Los geht’s in zwei Wochen, wo genau steht noch nicht fest. Entweder beim MTB Marathon “Rund um Zierenberg” oder aber mit einem Abstecher nach Belgien zum UCI Marathon in Houffalize, dem Houffamarathon. Danach fahre ich endlich mal wieder ins Sauerland für ein Mountainbike Marathon, denn der Nordenauer MTB Marathon gehört zu den schönsten Veranstaltungen der Nutrixxion Marathon Serie.

    Beide Veranstaltungen dienen als Vorbereitung auf den zweiten Saisonpeak im September. Auch 2014 werde ich bei der Sparkassen Trans Zollernalb teilnehmen und damit mein zweites Etappenrennen in diesem Jahr bestreiten. Ziel ist in diesem Jahr eine Top 100 Platzierung und eine Zeit unter 09:30 Stunden für die drei Etappen von Haigerloch über Balingen und Albstadt nach Hechingen. Dazu dann aber in den kommenden Wochen mehr.

    Vor der Trans Zollernalb werde ich beim Sebamed Bike Day in Boppard einen letzten Formtest machen. Nach der Trans Zollernalb stehen dann noch – je nach Wetter – die Marathons in Büchel und Wiemeringshausen auf dem Plan.

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    Shimano SH-XC70 im Test

    Es war mal wieder ein neuer Radschuh fällig. Bei Daniel sah es genauso aus und hatte schon mal Recherche betrieben und seine Wahl war der Shimano SH-XC70E. Ist schwarz, von Shimano, verformbar und in breiter Fußform. Dann kann ja nicht viel schief gehen.

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    Auch mein letzter Schuh der Shimano SH-M 310 war aus der Custom Fit Serie von Shimano. In den entsprechend ausgerüsteten Shops, wird dann der Schuh in einen Ofen gepackt, erhitzt und mit einem Plastiksack unter Vakuum am Fuß abgeformt. Das habe ich damals auch machen lassen, bringt aber nicht viel. Der Schuh wird für eine wirklich effektive Anformung nicht warm genug und das Vakuum auch nicht stark genug. Das liegt natürlich daran, das man Angst um die Füße des Kunden hat (auch völlig zu Recht).

    Die Idee ist aber sehr gut und da ich thermoplastische Verformung selber machen kann, sollte auch mein nächster Schuh wieder aus der Custom Fit Reihe kommen. Abschließend sei zum Verfahren an sich gesagt, das man viele andere Radschuhe auch verformen kann. Es ist nur oft etwas schwieriger und mit mehr Fingerspitzengefühl verbunden. Ob jetzt jeder Laie sich zutrauen will, einen vergleichsweise teuren Schuh mit Hitze zu behandeln, sei jedem selbst überlassen. Die Welt gehört den Mutigen ;).

    Oft reicht ja auch schon der Griff zur breiten Schuhform und im Zweifel kann man bei Problemen auch mal nett beim örtlichem Orthopädieschuhtechniker anfragen. Hat man eh schon Fußprobleme und ist Träger von orthopädischen Einlagen, empfiehlt es sich natürlich den neuen Schuh mit den Einlagen an zu probieren.

    Shimano XC70E - extrem breit geschnittener Vorderfuß verschafft Spielraum für alle Zehen.

    Shimano XC70E – extrem breit geschnittener Vorderfuß verschafft Spielraum für alle Zehen.

    Meine Problemzone am Fuß sind der Kleinzehballen und die Kleinzehe. Vermutlich ist das jahrzehntelange Tragen von schmalgeschnittenen Radschuhen daran nicht ganz unschuldig. Wie auf dem Foto zu erkennen wurde hier auch kräftig Platz geschaffen.

    Zum Shimano XC70 gehört auch ein Custom Fit Fußbett, bei dem man unterschiedlich dicke Keile unter das Längsgewölbe (Innenseite des Fußes) einschieben kann. Kann man machen muss man aber nicht. Auch hier ist es jedem überlassen, ob mal aus ner Laune heraus seine Fußstellung ändern will und sich schlimmstenfalls Probleme an zu schaffen, die man sonst nicht hätte. Bei Unsicherheiten hilft auch hier der Fachmann weiter.

    Was Steifigkeiten von Radschuhsohlen angeht ist man ja schnell im leicht esoterischen Bereich. Ich finde die Steifigkeit des XC70 sehr gut. Als Referenz diente der mir bisher (gefühlt) steifste Schuh den ich bisher hatte, der BONT Vapor. Letzterer ist für mich leider nicht ganz so bequem wie der Shimano, obwohl ich auch bei Bont die breiteste Form gewählt habe. Als Verschluss verbaut Shimano eine Ratsche und 2 Kletten, was sich allgemein bewährt hat und vielfach durch alle Marken hindurch ebenso gehandhabt wird.

    Was die Dauerhaltbarkeit angeht, sehe ich dem XC70 sehr optimistisch entgegen; der M310 dürfte jetzt ca. vier Jahre alt sein und hat keine gravierende Abnutzungserscheinungen, die ihn unbrauchbar machen würden. Zu mal ich vor vier Jahren auch noch erheblich mehr gefahren bin als in den letzten zwei Jahren.

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