Strava My Routes im Test

Seit dem ich meine Trainingsumfänge erhöht habe, musste ich mich auch von einem Teil meiner Hausstrecken verabschieden bzw. diese verlängern. Natürlich hätte ich die Strecken einfach nach Gefühl verlängern können, macht das Training aber nur unnötig komplizierter. Für ein zielgerichtetes Betreiben von Sport im Hinblick einer Leistungsverbesserung im Wettkampf (Friel 2012: 10) ist die Trainingszeit vorgegeben und die Trainingsstrecke an die Vorgaben angepasst. Und hier kommt Strava My Routes ins Spiel.

Der webbasierte Routenersteller (Beta Version) von Strava ist selbsterklärend und nach Anmeldung bei Straka kostenfrei nutzbar. Die mögliche Strecke kann einfach zusammen geklickt werden und man sieht in Echtzeit wie sich die Länge der Strecke verändert, ein Höhenprofil kann ebenfalls angezeigt werden sowie die Strava Segmente in der Nähe und die ungefähr benötigte Zeit für die Strecke.

imageScreenshot: Strava Routenersteller Beta

Soweit so gut. Wie eingangs erwähnt nutze ich seit der diesjährigen Vorbereitugsphase den Routenersteller regelmäßig. Alleine in den vergangenen drei Wochen habe ich sieben verschiedene Strecken abgefahren. Mit dem Routenersteller wird die Planung zum Kinderspiel, durch das Höhenprofi und die Segmente weiß man schon vor dem Training, was auf einem zukommt und fährt weniger ins Blaue. Auf der anderen Seite muss man sich bewusst sein, dass die Planung auch mal schief gehen kann, so landete ich nämlich bei meiner ersten Ausfahrt in die Eifel hinter Nicht in einem nicht asphaltierten Waldstück und musste 120hm auf Schotter bewältigen. Der Fehler lag aber bei mir, denn ich habe den Punkt in den Wald gesetzt und mehrfach ignoriert, dass Strava eigentlich immer wieder die Strecke korrigieren wolle, in dem beim nächsten Point-Click die Strecke eigentlich wieder über den vorletzten Punkt zurück führte.

Features und worauf man achten sollte
Während die Kilometerangaben relativ genau sind, stimmen die Höhenmeterangaben weniger bis gar nicht. Erstaunlicherweise lassen sich aber die Höhenprofile hinterher gut miteinander vergleichen und scheinen übereinzustimmen. Continue reading

Craft BIKE Transalp: Die Idee

Haste nicht Bock auf Transalp? So ähnlich aber in jedem Fall so direkt hatte ich die Frage von Tim in meinem Postfach. Zum ersten Mal 2013 nach meiner geglückten Premiere als Etappenrennfahrer bei der Trans Zollernalb.

Transalp, ich? 600km statt 240km? 20.000 Höhenmeter statt schlappe 5000? Noch längere Anstiege, obwohl ich doch schon im Sauerland meine Probleme habe?

Abgelehnt hatte ich nicht, zugesagt auch nicht. Und 2014 war zu früh, so viel stand fest. Erst sollte mit der BIKE Four Peaks, dem Nachfolger der Trans Germany, ein weiteres Etappenexperiment stattfinden. Immerhin hatte Tim bereits zwei Trans Germany Teilnahmen (2011, 2012) auf seinem Konto und fährt seit jeher Marathon Rennen auf der Langdistanz, während ich gerade die ersten Erfahrungen auf Mittel- und Langdistanz sammelte. Lose behielten wir das Vorhaben im Hinterkopf.

Foto 1-3, Tim bei der Trans Germany 2012. Foto 4, Daniel und Tim bei Rund um Köln 2014.

Tim und ich kennen uns schon einige Jahren über Twitter, nach kurzem Meet&Greet beim Bilstein Marathon 2012 blieben wir lose in Kontakt. Es dauerte aber bis 2014, ehe sich der Kontakt intensivierte und wir mit Rund um Köln und ein paar Touren als Vorbereitung für meine BIKE Four Peaks Fahrt gemeinsam im Sattel saßen. Seit dem zeichnete sich auch immer mehr meine Teilnahme am bekanntesten Etappenrennen in Europa ab.

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Wissenschaft auf schmalen Reifen

Gestern habe ich die Videodokumentation Wissenschaft auf schmalen Reifen, Team Telekom 1997 als Frühstücksempfehlung unserer Facebookseite gepostet, heute Abend möchte ich auch unseren Blog Lesern die Dokumentation ans Herz legen.

Dabei geht es weniger um das Thema Doping, was natürlich zu Recht immer wieder im Zusammenhang mit dem Team Telekom gebracht wird, sondern um beinahe nostalgisches Videomaterial mit Schwerpunkt auf technische Hilfsmittel in den 1990er Jahren.

Es ist beinahe schon belustigend wie zum Beispiel die Ernährung/Verpflegung im Trainingslager auf Mallorca organisiert war, wie das Training aussah und wie wenig aus den vorhandenen Möglichkeiten von Leistungstest geschöpft wurde. Viele Hobby Athleten haben heutzutage schon bessere Grundvoraussetzungen nd sind trotzdem nicht schneller.

Aus technisch-historischer Sicht ist natürlich die Präsentation von der Campa 9fach ein Knüller und die Aussagen zu möglichen elektronischen Schaltungen in der Zukunft.

Eine sehenswerte Reise zurück in die Radsport Vergangenheit.

Mein erstes Mal und andere Trainingsgeschichten

Hier mein Trainingsrückblick für den Februar. Der Februar war in meiner noch äußerst frischen “Radsportkarriere” ein turbulenter Monat. So gab es einige erste Male, wie zum Beispiel eine 200km Trainingswoche. Weiterhin bekam der Ausdruck “auf die Rolle gehen” im Vergleich zu früheren Zeiten eine ganz neue Bedeutung.

Doch nun mit Struktur: Der Umfang der ersten Februar Woche war wetterbedingt äußerst gering, und ich verbrachte 3 ermüdende Stunden auf einem Kettler Ergometer, dass Highlight war hier meine erste Tour mit einem “Garmin Edge 800″, den ich von Daniel übernehmen konnte. Für meine Zwecke ein absolut befriedigendes Gerät, zumal es mir nun zum ersten Mal möglich wurde, meine Pulswerte zu beachten und in meinen entsprechenden Bereichen ( GA 1/2, EB,SB) zu trainieren.

Hierbei stellte ich fest, dass es nicht gerade einfach ist, tatsächlich im Grundlagenausdauer 1 Bereich zu bleiben, was eventuell an meinem persönlichen Ansporn liegt, gute Zeiten zu fahren und mich in den Strava Segmenten zu verbessern. Woche Nummer 2 bestand auch zu Teilen aus dem Ergometer-Training, motivierend war das Wissen, dass eine gebrauchte Rolle (Tacx Satori) bereits auf dem Weg zu mir war.

Das Highlight der Woche war ganz klar die Maastour mit Daniel mit einer Snackpause in Venlo. Hierbei wurde mir bewusst welche Welten uns Radsporttechnisch gesehen trennen, wenn er die gleiche Strecke im GA1 Bereich fährt und ich mich teilweise im Entwicklungsbereich befinde.

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Verzögerung bei den 4iiii Precision Powermeter

*Update 11.03.2015 unter dem Artikel*
*Update 21.02.2015 unter dem Artikel*

Als im September die 4iiii Powermeter Precision vorgestellt wurden und die ersten Tests vielversprechend waren, habe ich mich frühzeitig für das System und eine Vorbestellung entschieden.

Ähnlich wie die stages Powemeter wird die Einheit an einen freiwählbaren Kurbelarm geklebt und mit einem Kalibrierungstool eingestellt. Mit zwei Einheiten kann sogar, ähnlich wie bei den Garmin Vector Pedalen, die Leistungsverteilung pro Bein analysiert werden. Pluspunkt 4iiii gegen stages, die ich ebenfalls in die engere Auswahl genommen hatte.

imageDer 4iiii Precision Powermeter. Preiskampf bei der Wattmessung. Foto: 4iiii.com

Mit der Preisankündigung von 399$ mit Kalibirieungskit und 349$ für jede weitere Einheit konnte 4iiii hier klar gegenüber stages durchsetzen, so dass ich mich am Ende für den Kauf von zwei Einheiten entschlossen haben. Mittlerweile hat Stefan ebenso zugeschlagen und wartet gemeinsam mit mir auf den neuen Wattmesser. Mit dem 4iiii Viiiiva Pulsgurt sind wir beide bereits seit mehr als einem Jahr zufrieden.

Eigentlich sollten die Geräte Anfang Februar verschickt werden. Leider verzögert sich nun die Auslieferung, weil in der ersten Auslieferungswelle im Dezember das Kalibrierungskit wohl nicht so funktionierte wie man sich das seitens 4iiii erhofft hat.

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